Gesund beginnt im Mund

Auch wenn es noch so viele Schokoriegel und Gummibärchen in den letzten Wochen waren. Mit der richtigen Mundhygiene haben Karius und Baktus nur wenig Chancen.

Karius und Baktus

Karies, die Zahnfäule, wird von in der Mundhöhle lebenden Bakterien ausgelöst. Die Bakterien bilden zusammen mit der Nahrung einen Belag auf den Zähnen. Die sogenannte Plaque. Die Kohlenhydrate aus der Nahrung werden von den Bakterien in Säuren umgewandelt, die den Zahnschmelz angreifen und demineralisieren. Karies ist die häufigste ernährungsabhängige Zivilisationskrankheit.

Heute weiß jedes Kind spätestens wenn es in den Kindergarten kommt, wie wichtig regelmäßiges Zähneputzen ist. Aber auch die zahngesunde Ernährung spielt eine große Rolle. Allgemein heißt es, nach jeder Mahlzeit Zähne putzen. Bei stark säurehaltigen Nahrungsmitteln sollte das Putzen allerdings erst nach 20 – 30 Minuten erfolgen, denn diese Zeit wird benötigt um wieder genügend Speichel aufzunehmen und in den Zahnschmelz einzubauen. Wenn man sofort putzt nachdem man säurehaltig gegessen hat, würde es zu einem zusätzlichen Substanzverlust kommen. Wenn Zähneputzen nicht möglich ist, ist es sinnvoll ein zahnfreundliches Kaugummi zu kauen. Dadurch wird der Säurewert durch vermehrte Speichelbildung angehoben.

Zähneputzen – aber womit? Die Auswahl an Zahnbürsten ist ja so vielfältig und unüberschaubar. Hier gilt grundsätzlich:

  • Der Bürstenkopf muss so groß sein, dass die Hinterseite des letzten Backenzahns gut erreichbar ist
  • Naturborsten werden leichter von Bakterien befallen als Kunststoffborsten
  • Harte Borsten können das Zahnfleisch leicht verletzen
  • Weiche Borsten sind empfehlenswert, wenn die Zahnhälse frei liegen und empfindlich sind
  • Mittelharte Borsten werden bei gesundem Zahnfleisch empfohlen
  • Kinderzahnbürsten sollten einen gut zu haltenden Griff und einen kleinen Bürstenkopf haben

Das Bürstensortiment hat unendlich viele Abwandlungen wie flexibler Kopf, Kopfgröße, Stellung der Borsten, Zahnbürsten mit hohen und tiefstehenden Borsten, Interdentalzahnbürsten, Zahnbürsten mit Indikatorborsten, elektrische Zahnbürsten, Ultraschallzahnbürsten und und und. Hier ist Ihnen sicherlich Ihr Zahnarzt bei der richtigen Wahl behilflich.

Zahnpflege-Utensilien

Doch eins gilt für alle Bürsten: Sie müssen nach der Zahnreinigung gründlich ausgespült und abgetrocknet werden. Eine gründliche Zahnreinigung alleine mit der Zahnbürste ist allerdings nicht ausreichend. Erst die Zahncreme enthält die nötigen Putzkörper, Schaumbildner und Feuchthaltemittel. In vielen Zahncremes ist Fluorid enthalten. Fluorid ist entscheidend für die Widerstandsfähigkeit des Zahnschmelzes. Fluorid kann beginnende Kariesschäden reparieren und dämmt den Stoffwechsel der Bakterien ein.

Und wie geht „richtiges“ Zähneputzen? Es gibt verschiedene Putztechniken. Der Putzvorgang sollte mindestens drei Minuten dauern. Eine Zahnputzuhr ist hilfreich. Bei elektrischen Zahnbürsten ist meistens ein Timer integriert. Man sollte sich ein System angewöhnen, die Zähne so zu putzen, dass kein Zahn vergessen wird. Die einfachste Putztechnik ist die Rotationsmethode. Dabei werden die Zähne durch kleine kreisende Bewegungen gereinigt. Diese Methode ist wegen ihrer Einfachheit für Kinder geeignet.

Fluoridhaltige Mundspüllösungen dienen der Kariesprophylaxe und werden ergänzend zur Zahnreinigung eingesetzt. Für unterwegs eignet sich ein Zahnpflegekaugummi.

Damit Sie auch morgen noch Schokolade und Co genießen können, halten Sie die turnusmäßigen Kontrolluntersuchungen bei Ihrem Zahnarzt ein und putzen Sie regelmäßig. Denn Gesund beginnt im Mund.