Gut gekaut ist halb verdaut

… nur ein altes Sprichwort, oder vielleicht doch eine alte Erkenntnis? Eher eine alte Erkenntnis, und heute wichtiger denn je.

In der heutigen Hektik bestehen viele Mahlzeiten aus Fastfood und eben mal zwischendurch. Kein Wunder, dass unser Verdauungssystem da verrückt spielt.

Aber auch da gibt es etwas „Homöopathisches“ von der Firma Wala:

Gentiana Magen Globuli Velati

Gentiana Magen Globuli Velati
Gentiana Magen Globuli Velati

Globuli velati sind Kügelchen aus Zucker, auf denen Arzneistofflösung aufgetrocknet wurde. Diese Kügelchen sind auch für Kinder und Schwangere geeignet, weil bei der Herstellung auf Alkohol verzichtet wird. Sie sind leicht dosierbar, und schmecken angenehm süß. Der Deckel dient als Einnehmebecher. Die Kügelchen zergehen langsam unter der Zunge. In einem halben Glas Wasser verrührt können Sie die Tagesdosis Globuli velati auch über den Tag verteilt schluckweise zu sich nehmen. Die Aufnahme erfolgt über die Mundschleimhaut. Der Schluck sollte also noch etwas im Mund verweilen. Bitte etwas zeitlichen Abstand zu der nächsten Mahlzeit einhalten. Es ist auch sinnvoll, mit dem Zähneputzen 15 bis 30 Minuten zu warten.

Gentiana Magen Globuli harmonisiert die Verdauung. Brechnuss (Nux vomica) ist bekannt für ihre gute Wirksamkeit gegen Übelkeit. Sie wirkt in potenzierter Form entspannend und entgiftend auf die Verdauungsorgane und unterstützt die Bittermittel Wermut (Artemisia absinthium) und gelber Enzian (Gentiana lutea) in ihrer verdauungsfördernden Wirkung. Gelber Enzian enthält den bittersten Naturstoff (Amarogentin), den wir kennen. Enzian hilft bei einer Vielzahl von Magen- und Darmproblemen. Dazu zählen Appetitlosigkeit, Störungen der Magenentleerung und der Gallensekretion, Blähungen und Erschlaffungszustände von Magen und Darm. Löwenzahn (Taraxacum officinale) rundet die Komposition mit seiner leberstärkenden Wirkung ab.

Eine Mahlzeit in einer angenehmen Atmosphäre und in Gesellschaft unterstützt den Appetit
Eine Mahlzeit in einer angenehmen Atmosphäre und in Gesellschaft unterstützt den Appetit

Damit die Verdauung aber erst garnicht gestört wird, hier ein paar Ratschläge:

  • Nehmen Sie Sich ausreichend Zeit für die Mahlzeiten.
  • Achten Sie auf eine ausgewogene, vollwertige Kost mit Vollkornbrot, Obst, Gemüse, Joghurt und Tee.
  • Helles Mehl und weißer Zucker nur in Maßen.
  • Eine Mahlzeit in einer angenehmen Atmosphäre und in Gesellschaft unterstützt den Appetit, besonders wenn die Mahlzeiten schön angerichtet sind.
  • Ein Frühstück aus Früchtemüsli mit Leinsamen und reichlich Flüssigkeit unterstützt einen geregelten Stuhlgang.
  • Tee und stilles Wasser sind besser als Kaffee. Rote Beete Gemüse frisch gerieben und als Salat angerichtet, oder fein geschnittenes Sauerkraut wirken abführend.
  • Als Abendbrot lohnt sich etwas Süßes. Zum Beispiel Brot mit Marmelade oder Honig. Das entlastet die Leber, weil die Leber abends fette Speisen nur schlecht verdauen kann.
  • Im Alter und in der Schwangerschaft sind mehrere kleine Mahlzeiten bekömmlicher.

Und beim kleinen Verdauungsspaziergang an der frischen Luft haben Sie Muße, sich über die nächste Mahlzeit Gedanken zu machen, die selbstverständlich gut gekaut werden sollte.

Löwenzahn: Unkraut oder Arzneipflanze?

Der Löwenzahn oder ausgeblühlt auch als Pusteblume bekannt, ist des einen Freud und des anderen Leid.

So mancher Kleingärtner ärgert sich, wenn auf dem Nachbargrundstück mal wieder nicht früh genug gemäht wurde, und der Wind die Pollen der Pusteblume zu ihm herüber weht. Denn Löwenzahn ist sehr genügsam und wächst aus allen Ritzen. Die Kaninchen fressen Löwenzahn mit Vorliebe, und wer sich mal mit diesem (Un)kraut auseinandersetzt, der weiß warum es als Arzneipflanze so geschätzt wird.

Pusteblumen
Wiese mit Löwenzahn, Pusteblumen

Der Löwenzahn (Taraxacum officinale) kommt aus der Familie der Korbblütler und ist auf der gesamten nördlichen Halbkugel weit verbreitet. Seine Wirkstoffe sind Bitterstoffe wie Taraxin und Inulin, Vitamin D, Cholin, Dioxyzimtsäure, Weinsäure, Zucker, Fette und in der Wurzel ein ätherisches Öl.

Diese Inhaltstoffe unterstützen und ergänzen sich gegenseitig. Speicheldrüse, Magendrüse, Bauchspeicheldrüse, Darmdrüse und Leber werden angeregt, und die Verdauungssaftproduktion wird gesteigert. Am auffallendsten ist die verbesserte Leber- und Gallenfunktion. Aber auch die Drüsen der oberen Luftwege werden angeregt, sodass auch zäher Schleim besser abgehustet werden kann. Die Bitterstoffe aus dem Löwenzahn regen außerdem die Niere an, sodass mehr Wasser ausgeschieden wird.

Durch die allgemeine Anregung des Stoffwechsels hat der Löwenzahn auch eine positive Wirkung bei Gicht, Rheuma, Verkalkung und anderen Blutkrankheiten.

Die Pflanze kann frisch gepresst als Saft getrunken werden. Verwendet werden die Blätter und die Wurzel. Als Teezubereitung nimmt man die getrockneten Blätter und Wurzeln. Nach einer gewissenhaft durchgeführten Trinkkur von 3 bis 6 Wochen ist das Allgemeinbefinden besser, und die Beweglichkeit der Gelenke nimmt zu.

Löwenzahn

In einigen Gegenden wird die Löwenzahnwurzel wie Spargel zubereitet, und Löwenzahn als Salat ist bei uns auch nicht mehr außergewöhnlich.

Wenn also demnächst mal wieder der Samen in ihren Garten weht, nicht ärgern, sondern ernten.

Guten Appetit!