Teezeremonie in der Adventszeit

Eine Kerze angezündet, schöne Musik, etwas Weihnachtsgebäck und dazu eine Tasse Tee. So sollte jeder von uns die Vorweihnachtszeit genießen, denn unser Leben ist hektisch genug. Eine Teezeremonie mit Matcha Tee ist da genau das Richtige.

Was ist eigentlich Matcha?

Ursprünglich aus China, wo grüner Tee als Heilpflanze galt, brachte ein Zen-Meister im 12. Jahrhundert das Wissen um die Herstellung und Zubereitung nach Japan. Buddhistische Mönche entdeckten Matcha vor mehr als 800 Jahren als ihr Meditationsgetränk. Für Matcha wird nur das Beste der Teepflanze, also die handverlesenen, gedämpften und getrockneten Blätter verwendet. Anders als bei anderen Teeprodukten werden die Stiele und Adern der Blätter entfernt. Die Auslese wird in Granitmühlen zu feinem Pulver vermahlen. Die intensiv grüne Farbe entsteht dadurch, dass die Pflanzen vor der Ernte mit Netzen abgedeckt werden. Dadurch produziert die Pflanze mehr Chlorophyll, Aminosäuren , Polyphenole und Coffein. Matcha Tee ist wie andere Grüntees sehr gesund. Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind Vitamin A, B1, B2, B3, Vitamin C und Folsäure, Aminosäuren, Antioxidanzien und Coffein. Das Coffein wirkt sanfter als bei Kaffee. Eine 80ml Schale Matcha entspricht hinsichtlich seiner Inhaltsstoffe ungefähr zwei Liter grünem Tee.

Zeremonieller Teegenuss

Matcha ist der Tee der japanischen Teezeremonie. Teezeremonien sind elementarer Bestandteil der japanischen Kultur und stehen in ihrer Philisophie dem Zen nahe. „Tee und Zen haben den gleichen Geschmack“, ein auch heute noch bekanntes Sprichwort des Zen-Meisters Murata Shuko, der verkündete, das Wesen des Buddhismus liege im Teeweg.

Der „Weg des Tees“ ist ein künstlerischer und spiritueller Übungsweg, auf dem sich die Übenden die Kunst der Teezubereitung aneignen. Die vier Basisprinzipien sind: Harmonie (wa), Respekt (kei), Reinheit (sei) und Stille (jaku). Teerituale bieten tägliche Pausen zur Entspannung und die Möglichkeit zur inneren Besinnung. Der Teeweg soll zu Harmonie und Selbstfindung im Kosmos führen.

Und so wird Matcha zubereitet:

Das Teewasser lässt man auf 60 bis 70 °C abkühlen. Auf keinen Fall darf das Wasser heißer als 80 °C sein, denn sonst „verbrennen“ die kostbaren Inhaltsstoffe.

Sie geben ein bis zwei Bambuslöffel Matchapulver in die Matcha Schale und gießen mit dem passend temperierten Wasser drei Finger breit auf. Dann schlagen Sie mit dem Bambusbesen diesen Aufguss schaumig. Dabei soll sich der Bambusbesen nur an der Oberfläche bewegen. Geschlagen wird in schnellen Achten. Übung macht den Meister! Je feiner der Schaum, desto ausgeprägter die Aromen.

Macha Tee
Matcha Tee

Trinken Sie den Tee in mehreren Schlucken. Der Schaum wird eher geschlürft, denn durch die mit eingesogene Luft verbreitet sich der Geschmack intensiver auf der Zunge.

Das Zubehör bekommt man in jedem Teeladen, man kann aber auch improvisieren:
Als Teeschale eignet sich eine Müslischale. Der Besen (Chasen) kann durch einen Schneebesen ersetzt werden, ist allerdings ein schlechter Ersatz. Die Dosiereinheit des Bambuslöffels entspricht einem knappen, halben Teelöffel.

Der Tee-Besen hält länger, wenn man ihn vorher in warmem Wasser einweicht. So bleiben die kleinen Bambus-Spleiße biegsam und brechen nicht.

Vielleicht fehlt Ihnen ja auch noch für einen lieben Teetrinker das passende Weihnachtsgeschenk…