Wundheilerin in unseren Gärten – Die Ringelblume

Sie stammt aus dem Mittelmeerraum und blüht bei uns von Juni bis Oktober. Die Trockenfrüchte ringeln sich zusammen, und deshalb hat die Pflanze den Namen Ringelblume. Der lateinische Name ist Calendula officinales und bedeutet „kleiner Kalender“. Wenn das Wetter schön ist, öffnet sich die Blüte morgens um sieben und schließt sich wieder, wenn die Sonne untergeht. Bleibt die Blüte morgens geschlossen, wird es Regen geben. So zuverlässig wie die Ringelblume reagiert keine andere Pflanze auf die Sonne.

Ringelblumen

Ringelblumen

Sie sät sich immer wieder selbst aus und ist dadurch ein Symbol für das ewige Leben. Die orange-gelben Blüten enthalten viele wertvolle Inhaltsstoffe und der Anwendungsbereich ist riesengroß:

In Wund und Heilsalben

fördern die Inhaltsstoffe der Calendula das Zusammenwachsen der Wundränder und die Regeneration des Gewebes. Man kann die Salbe bei allen Arten von Wunden einsetzen. Bei Insektenstichen, Schürfwunden, Ekzemen, Erfrierungen, Sonnenbrand und Verbrennungen, Schnittwunden, Quetschungen und Eiterungen.

In Tinkturen

als Mundwasser bei entzündeter Mund und Rachenscheimhaut und äusserlich zu Umschlägen bei Blutergüssen.

In Seifen,

Shampoos, Badezusätzen und Pflegelotionen bei gereizter, rissiger und strapazierter Haut.

In der Baby-und Kinderpflege

unterstützt die Ringelblume die natürliche Entwicklung der Haut und macht sie widerstandsfähig. Calendula-Salbe wirkt hautberuhigend und gibt Schutz bei Wind und Kälte.

Als Tee

wird das Trockenkraut mit kochendem Wasser übergossen, nach zehn Minuten abgeseiht. Der Tee soll krampflösend wirken und Magenbeschwerden lindern. Diese Wirkung ist allerdings nicht belegt.

Ringelblumen

Kleine gelbe Sonnen gehen auf

Und dann dient die Ringelblume noch als natürlicher Pflanzenschutz. Sie hält Schnecken und Fadenwürmer aus dem Gemüsegarten fern. Außerdem lockern die Wurzeln die Erde auf und es sieht wunderschön aus wenn zwischen dem Gemüse die kleinen gelben Sonnen aufgehen.