Knochenhart, oder doch nicht mehr so ganz?

Unsere Knochen – mit Redewendungen wie „das geht mir auf die Knochen“ oder „meine armen alten Knochen“, „knochenhart“ und „knochentrocken“ erwähnen wir unsere Knochen sehr oft, aber was wissen wir wirklich über sie?

Starke und gesunde Knochen haben die Zugfestigkeit von Gusseisen und die Tragfestigkeit von Granit. Die Knochenmasse wird im Kindes- und Jugendalter aufgebaut, bis etwa zu unserem 30. Lebensjahr. Für den Aufbau spielen Ernährung und Lebensumstände eine große Rolle. Was man in diesen Lebensjahren verpasst, kann später nicht mehr nachgeholt werden.

In der heutigen Zeit wird unser Leben durch mangelnde Bewegung, Fast Food, Softdrinks und andere Lifestyle-Einflüsse bestimmt. Leider alles störende Faktoren für unsere Knochengesundheit.

Der Knochenabbau beginnt nach dem 35. Lebensjahr. Der Knochenstoffwechsel ist gestört, die Knochenfestigkeit sinkt und es kommt nicht selten schon bei normal unkritischen Belastungen zu Knochenbrüchen.

Das A und O für die Knochengesundheit ist die regelmäßige Bewegung. Im Knochen sitzen sogenannte Osteozyten. Sie haben die Aufgabe, die durch Bewegung erzeugte Beanspruchung zu erfassen und die Aktivität der an- und abbauenden Knochenzellen zu steuern. Also durch regelmäßiges Training, welches langsam gesteigert wird, passt sich die Knochenfestigkeit den Anforderungen des Alltags an.

Die Ernährung sollte abwechslungsreich und ausgewogen sein. Calcium ist einer der wichtigsten Mineralstoffe im Körper. Es stabilisiert den Knochen, außerdem ist es wichtig für die Blutgerinnung und die Muskelarbeit. Bei Calciummangel im Blut holt sich der Körper das Calcium aus dem Knochen. Milch und Milchprodukte wie Schnitt oder Hartkäse versorgen den Knochen mit Calcium.

Mandeln, Nüsse Sesam und Grünkohl sind ebenfalls gute Calcium-Lieferanten und sollten bei der veganen Ernährung nicht fehlen.
Vitamin C haltige Lebensmittel bilden mit Calcium leichtlösliche Salze und fördern dessen Aufnahme. Seefisch, Margarine und Leber enthalten Vitamin D / Calciferol. Es ermöglicht dem Calcium, den Darm zu verlassen und in das Blut zu gelangen. Vitamin D wird ebenfalls bei Sonnenlicht (UV-Strahlen) in der Haut gebildet. Weil wir heute höhere Lichtschutzfaktoren in Sonnencremes benutzen um uns vor Hautkrebs zu schützen, ist die Quelle über die Ernährung um so wichtiger.

Was wir meiden sollten sind Lebensmittel, die viel Phosphor enthalten. Phosphor bindet das Calcium und macht es für den Knochen nicht mehr verfügbar. Viel Phosphor ist enthalten in Cola, Alkohol, Wurstwaren und in Schmelzkäse. Nahrungsmittel mit viel Kochsalz schleusen das Calcium mit dem Urin aus dem Körper. Auch Koffein beschleunigt die Ausscheidung.

Zum Glück leben wir in einer Region, wo es das ganze Jahr Vollkornprodukte, frisches Obst und frisches Gemüse zu kaufen gibt. Und wer trotzdem gerne sündigt, kann Calcium in der Apotheke in den verschiedensten Darreichungsformen und Geschmacksrichtungen bekommen.

Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gern.

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