Lippenherpes – wenn Ekel und Ärger sichtbar werden

Es erwischt uns garantiert dann, wenn wir es am wenigsten gebrauchen können: Bei der Hochzeit unseres besten Freundes oder – schlimmer noch – bei unserer eigenen, beim ersten Date, beim Vorstellungsgespräch, einer wichtigen beruflichen Präsentation, und, und, und. Es gibt so viele Situationen, in denen uns Herpes labialis, zu deutsch Lippenherpes, besonders nervt. Willkommen ist er sowieso nie.

Wo kommt er her?

Man schätzt, dass neunzig Prozent der Bevölkerung das Schmarotzervirus HSV-1 (Herpes Simplex-Virus 1- zur Familie der Herpesviren zählen acht verschiedene) in sich trägt. Infiziert haben wir uns meist vor dem sechsten Lebensjahr, und meistens von unseren Eltern. Beim Küssen kann sich das Virus übertragen, aber auch durch Berührung infizierter Gegenstände oder Trinken aus dem Glas eines Herpesträgers. Oft erfolgt die Ansteckung durch Tröpfcheninfektion, das heißt durch Husten und Niesen.

Diese erste Infektion verläuft meist unbemerkt, weil kaum Symptome auftreten. Wenn sich Symptome zeigen, dann eher im Mund als Zahnfleisch – oder Mundschleimhautentzündung als an den Lippen.

Als Auslöser kommen infrage:

  • fiebrige Infekte
  • Stress
  • Ekel
  • Sonne
  • Hormonelle Veränderungen, wie etwa Menstruation und Schwangerschaft
  • Angst / Nervosität, zum Beispiel bei Prüfungen

Und wo geht er hin?

Das Virus bleibt in uns, lebenslang. Er wandert in die Nervenknoten der Gesichtsnerven und lebt dort in einer Art Schlummerzustand.

Warum reagiert unser Immunsystem nicht auf die frechen Viren? Sie schummeln unserem Immunsystem vor, kein Feind zu sein und wo kein Feind erkannt wird, kann auch keiner bekämpft werden.

Der Schläfer kann aber jederzeit blitzschnell seinen Schlafraum verlassen und erbarmungslos zuschlagen. Der Anschlag kündigt sich durch Kribbeln und Ziepen an. Die Lippe spannt irgendwie, es juckt und brennt eventuell und schmerzt auch. Dann entwickeln sich auf dem Höhepunkt der Virusinvasion hässliche, nässende Bläschen, die man auch als Fieberbläschen bezeichnet, obwohl sie nichts mit Fieber zu tun haben. Die Bläschen platzen auf, dann folgen störende Krusten. Die
ganze Misere kann gut und gerne bis zu zehn Tage dauern.

Küssen verboten - es erwischt uns garantiert dann, wenn wir es am wenigsten gebrauchen können

Es erwischt uns garantiert dann, wenn wir es am wenigsten gebrauchen können

Manche Menschen durchleben die Attacke nur zweimal im Jahr, manche hingegen werden alle vier bis sechs Wochen gepeinigt. Ab sechs Rückfällen pro Jahr sollte auf jeden Fall der Arzt hinzugezogen werden.

Früher Vogel fängt den Wurm

Egal, für welche Therapie Sie sich entscheiden, tun sie es möglichst früh. Je eher ein Herpesmittel angewendet wird, desto besser wirkt es. Es gibt verschiedene Ansätze.

Aciclovir

Seit 1981 ist der Wirkstoff bei uns als Creme im Handel. Das Besondere an Aciclovir ist, dass es die Herpesviren in ihrem Wachstum und ihrer Vermehrung stoppt, aber unsere gesunden, herpesfreien Zellen völlig in Ruhe gelassen werden. Eine Sensation! Das fand auch das Nobelpreiskomitee und verlieh den Entdeckern von Aciclovir, den Amerikanern Gertrude B. Ellon und George H. Hitchings 1988 den Nobelpreis für Medizin.

Es bleibt Ihnen als Verbraucher überlassen, ob sie das Markenprodukt oder ein preiswertes Nachahmerprodukt anwenden. Manche Patienten schwören auf das eine, manche auf das andere. Auf jeden Fall sollten Sie das Präparat fünf bis achtmal am Tag mit einem Wattestäbchen (wegen der Hygiene) einmassieren. Bitte circa fünf Tage anwenden. Natürlich kann man am effektivsten Viren stoppen, wenn noch nicht so viele da sind, daher beginnt man am besten schon mit der Anwendung, wenn es ziept und spannt. Aciclovir ist in Schwangerschaft und Stillzeit erlaubt.

Penciclovir

Wie man an der Endung -vir erkennt, gehört dieser Wirkstoff in die gleiche Gruppe wie Aciclovir. Seit 2005 ist er rezeptfrei als Creme erhältlich. Die Anwendung soll noch gut möglich sein, wenn die Bläschen schon richtig herrausgekommen sind. Jeder muss herausfinden, womit er am besten zurecht kommt. Trotzdem gilt: Früher Vogel fängt den Wurm!

Schüssler’sche Mineralien

Gerade für Kinder gibt es mit der Nr.8 (Natrium Chloratum) eine gute Behandlungsmöglichkeit. Geben Sie dem Kind im akuten Stadium stündlich eine Tablette. Die Tabletten werden nicht geschluckt, nur gelutscht. Man kann auch eine Tablette mit ein wenig Wasser aufschlemmen und diesen Brei direkt auf den Herpes auftragen.

Melissenextrakt

Mit Pflanzenkraft das Gift bekämpfen (das Wort „Virus“ kommt aus dem lateinischen und bedeutet „Gift“). Die Melissenwirkstoffe besetzen Andockstellen auf unseren Hautzellen, so dass den Viren der Eintritt verwehrt bleibt.

Zinksulfat-Heparingel

Die Kombination sorgt dafür, dass einerseits die Anfangssymptome wie etwa das Spannungsgefühl gelindert werden, andererseits die Abheilung schneller geht.

Herpespflaster

Da haben sich die Entwickler wirklich Gedanken gemacht, dass Betroffene sich ihrer „Bratsche“ oft schämen. Das runde, durchsichtige Pflaster mit etwa einem Zentimeter Durchmesser deckt die Bläschen nicht nur ab, sondern macht sie auch unsichtbar. Es vermindert das unangenehme Brennen und beschleunigt die Abheilung meist sogar ohne lästige Krusten. Wenn das Pflaster anfängt sich zu lösen, was cirka acht bis zehn Stunden dauert, wird es ausgewechselt.

Über den Pflastern darf ruhig Lippenstift aufgetragen werden. Ein vorsichtiges, kleines Bussi ist, wenn das Pflaster die Bläschen wirklich gut umschließt, erlaubt. Beim Essen und Trinken sollten Sie aufpassen, dass alles an seinem Platz bleibt.

Kinder und Schwangere dürfen selbstverständlich auch auf das Pflaster zurückgreifen.

Urin

Es gibt wirklich Leute, die darauf schwören, Eigenurin auf die Lippen aufzutragen. Wem es hilft, der soll es ruhig weitermachen, schaden wird es nicht.

Küssen verboten – Tipps im Umgang mit Lippenherpes

Auch wenn Lippenherpes in den meisten Fällen harmlos ist, so ist es nichts desto Trotz hochansteckend. Daher ist auch hier eine entsprechende Hygiene unumgänglich. Hierzu gehört das altbekannte Händewaschen vor und nach Auftragen der Creme genauso wie das Teilverbot von Zahnbürsten, Handttüchern, Gläsern, Besteck und ähnlichem.

Das Bussi für den Partner sollte man sich bis zur Abheilung aufsparen. Ein Tipp für Sonnenhungrige und Skihasen: UV-Licht setzt die Immunabwehr herab. Das begünstigt wiederum einen Lippenherpes. Daher bitte niemals den Sonnenschutz für die Lippen vergessen.

Ganz besonders Acht geben müssen Mütter bei Säuglingen. Sind sie gerade infiziert, ist sowohl Küssen als auch Schnuller oder Fläschchensauger ablecken passé, da sich die lästigen Virusbiester auch im Speichel befinden. Bei Neugeborenen ist Lippenherpes alles andere als harmlos. Es kann sogar zu sehr gefährlichen Hirnhautentzündungen kommen.

Bitte kratzen Sie niemals die Bläschen auf, sie enthalten Millionen infektiöser Viren. Gerade Kontaktlinsenträger sollten diesen Rat besonders befolgen. Falls Viren, die man dann an den Fingern oder unter den Nägeln hat, ins Auge gelangen, ergeben sich gefährliche Entzündungen. Sehr leicht lässt sich das Auge auch infizieren, wenn Kinder Daumen lutschen und anschließend das Auge berühren.

Viel Spaß im Urlaub oder wo Sie auch gerade sind! Vielleicht haben Sie ja vorsorglich schon ihr Herpesmedikament in der Tasche.

Pack die Badehose ein …

… und nichts wie ab ins kühle Nass.

Aber halt! So sehr wir das heiße Wetter auch lieben, auch hier erwarten uns eine Menge Gefahren.

Wo viele Menschen ins gleiche Wasser gehen entstehen schnell gesundheitsschädliche Keime. Deswegen gibt man Chlor ins Wasser, denn Chlor macht Bakterien unschädlich und tötet Krankheitserreger ab. Aber ist Chlor nicht selbst gesundheitsschädlich? Es wurde ein Zusammenhang mit Chlor im Wasser und der Neigung zu Asthma bzw. Allergien erkannt. In Deutschland ist ein Grenzwert von 1 mg pro Liter Wasser vorgeschrieben, der nicht überschritten werden darf. Dadurch soll eine mögliche Gesundheitsgefährdung durch Chlor und Chlornebenprodukte ausgeschlossen werden.

Sobald sich Chlor mit organischen Stoffen wie Schweiß oder Urin verbindet, entstehen sogenannte Choramine. Diese Chloramine greifen die Atemwege und die Augen an. Allerdings ist die Atemluft in Hallenbädern belasteter als in Freiluftbädern …

… Hier kann dafür an heißen Tagen die Sonne für andere Probleme sorgen, z.B. für den viel beschriebenen Sonnenbrand, auf den wir heute nicht näher eingehen wollen. Da wäre aber noch der Hitzekollaps: Die Blutgefäße stellen sich weit um mehr Wärme abzuleiten, und genau das führt zum starken Absinken des Blutdrucks.

Bemerkbar macht sich ein Hitzekollaps durch auffallend blasse Haut, schnellen, kaum tastbaren Puls, kalten Schweiß und Frösteln trotz warmer Umgebung und durch Schwäche bis hin zur Bewusstlosigkeit. Besonders betroffen sind oft ältere Menschen, weil sie zu wenig trinken.

Das schöne Wetter genießen

Das schöne Wetter genießen …

Um einen Hitzekollaps zu vermeiden, sollte man wenn möglich Tätigkeiten im Schatten ausüben und den Körper nicht zu sehr belasten. Auch wenn kein Durstgefühl vorhanden ist, sollte man viel Wasser trinken. Luftige Kleidung ist nicht nur schön sondern bei entsprechendem Wetter auch gesund …

Wenn es einen dennoch erwischt hat: Ab in den Schatten, Beine hochlagern, und wenn die betroffene Person fröstelt, zudecken. Bei Bewusstlosigkeit und Kreislaufstillstand Überprüfung der Atmung, stabile Seitenlage bzw. Atemspende bei Atemstillstand oder Herz-Lungen-Wiederbelebung. Auf jeden Fall so schnell wie möglich den Notruf absetzen.

Packen wir also zur Badehose noch Sonnenschirm und ausreichend Getränke ein und genießen das schöne Wetter.

Harnwegsinfekte natürlich behandeln

Gestern schwimmen gewesen, nicht schnell genug die nasse Hose aus, und da ist sie wieder – die Blasenentzündung. Urin abgeben beim Arzt, und dann schon wieder ein Antibiotikum einnehmen. Muss das sein?

Eine Studie, die im British Medical Journal veröffentlicht wurde, hält es für fraglich ob immer chemische Antibiotika gebraucht werden, um einen Harnwegsinfekt auszukurieren. Immer mehr Bakterienarten sind resistent. Das bedeutet, dass chemische Antibiotika nicht mehr in der Lage sind, diese Bakterien abzutöten. Unsere stärksten Waffen gegen hartnäckige Keime nutzen sich ab.

Außerdem greifen diese Antibiotika auch die körpereigenen Bakterien an. Unser Dickdarm funktioniert beispielsweise nur durch die Mithilfe natürlich vorkommender Bakterien. Werden diese Bakterien eleminiert, funktioniert unsere Verdauung nicht mehr optimal. Auch die Scheidenflora wird durch Antibiotika beeinträchtigt.

Schnelle Behandlung ist wichtig

Die Symptome einer Harnwegsinfektion sind: Schmerzen und Brennen im Unterleib mit ständigem Harndrang. Es kommt nicht selten beim Wasserlassen zu Krämpfen. Bevor die Bakterien über die Harnröhre zur Harnblase und weiter nach oben in die Harnleiter und weiter über die Nierenbecken bis zur Niere aufsteigen, besteht jetzt dringender Handlungsbedarf. Die schlimmste Komplikation wäre eine Nierenversagen. Deshalb muss früh gehandelt werden.

Arzneimittel zur Behandlung von Harnwegsinfektionen

Arzneimittel zur Behandlung von Harnwegsinfektionen

Senföle aus Meerrettich und Kapuzinerkresse

Neuerdings findet man immer häufiger bunte Blüten im Salat. Eine orangefarbene Blüte mit sehr scharfem Geschmack ist die Kapuzinerkresse. Und auch Meerrettich ist uns als scharfes Gemüse bekannt. Diese beiden Pflanzen werden schon seit vielen Jahrhunderten wegen ihrer Senföle als Heilpflanze genutzt. Die Senföle töten nachweislich verschiedene Krankheitserreger wie Bakterien, Pilze und Hefen, und Viren ab. Sie werden im oberen Darmabschnitt in das Blut aufgenommen. So bleibt auch die Darmflora intakt und das Abwehrsystem erhalten. Die Senfölmoleküle verlassen den Darm, zirkulieren an Eiweiße gebunden im Kreislauf und reichern sich dann in den typischen Ausscheidungsorganen an. In erster Linie sind das Harnblase und Lunge. Hier gehen die Senfölmoleküle gegen die Keime vor. Angocin® Anti-Infekt N Filmtabletten enthalten Senföle aus Kapuzinerkresse und Meerrettich in hoch konzentrierter Form. Angocin® Anti-Infekt N ist rezeptfrei in Apotheken erhältlich.

Bärentraubenblätter

… wirken antimikrobiell, schleimhautschützend und entzündungshemmend. Nierenbeckenentzündungen mit schmerzhaftem Wasserlassen und Harngrießbildung können mit der Bärentraube behandelt werden. Arctuvan® Filmtabletten enthalten Bärentraubenblätterextrakt und sind rezeptfrei in Apotheken erhältlich.

Orthosiphonblätter

… auch Katzenbart genannt, enthalten Flavonoide und aetherische Öle, die harntreibend und krampflösend wirken. Orthosiphonblätter werden zur Durchspülungstherapie bei Harnwegsinfektionen angewendet.

Echte Goldrute (Solidago virgauriae)

… ist eine seltene Pflanze, die oft mit der weit verbreiteten kanadischen Goldrute verwechselt wird. Echte Goldrute enthält den wichtigen Wirkstoff Leiocarposid, daneben noch Rutosid und Quercitrin, außerdem ätherische Öle, Gerb- und Bitterstoffe. Echte Goldrute wirkt gleich vierfach:

  • Er hemmt die Vermehrung von krankmachenden Keimen
  • Er bekämpft Entzündungen
  • Die Blasenmuskulatur wird entspannt. Dadurch verschwindet das Gefühl ständig zu müssen und die Schmerzen lassen nach.
  • Die Harnbildung wird angeregt, und somit die Blase besser durchgespült

Rezeptfreie Präparate, die Goldrute enthalten und in der Apotheke erhältlich sind, sind z.B. Cystinol long®, Cysti Fink® mono, Solidagoren® N und Solidago Steiner®.

Hauhechel (Ononidis radix)

… wirkt ebenfalls harntreibend. Deshalb setzt man die Hauhechelwurzel zur Durchspülungstherapie ein. Entzündete, oder durch Bakterien infizierte Harnwege heilen schneller ab, Nierengrieß wird vermieden oder schon vorhandene Ablagerungen werden ausgespült. Aqualibra® Filmtabletten sind rezeptfrei in Apotheken erhältlich. Aqualibra® ist eine sinnvolle Kombination aus Goldrute, Orthosiphon und Hauhechel.

Weiterhin sinnvoll und rezeptfrei in Apotheken erhältlich ist Canephron®. Canephron®, eine Kombination aus Rosmarin, Liebstöckel und Tausendgüldenkraut. Rosmarin (Rosmarinus officinalis) regt den Glassen- und Harnfluss an und entbläht. Liebstöckel (Levisticum officinalis) wirkt harntreibend und krampflösend. Tausendgüldenkraut (Centaurium erythraea) desinfiziert, hemmt die Entzündung und wirkt ebenfalls harntreibend.

Anthroposophische Behandlung von Harnwegsinfektionen

Anthroposophische Behandlung von Harnwegsinfektionen

Wer es lieber anthroposophisch mag, ist mit Cantharis Blasenglobuli velati von der Firma Wala gut beraten. Diese Globulis sorgen für eine harmonische Eingliederung der Empfindungsorganisation im Bereich der ableitenden Harnwege bei akuten und subakuten Entzündungserscheinungen wie z.B. Entzündungen der Blase, Nierenbecken und Niere und Reizblase.

Alle oben beschriebenen Mittel können auch begleitend zu einer Antibiotika-Behandlung eingenommen werden. Aber früh genug eingesetzt, ist das Antibioticum meistens nicht erforderlich.

Arzneipflanze des Jahres 2015 – echtes Johanniskraut, Hypericum perforatum

Im Moment blüht die Pflanze noch nicht, da müssen wir noch bis zum Johannistag, den 24.Juni warten. Um diese Zeit hat das Johanniskraut die Hochzeit ihrer Blüte, und das ist einer der Gründe für die Namensgebung. Johanniskraut wächst bevorzugt an lichtreichen Weg- und Wiesenrändern. Es ist eine ausgesprochene Sonnenpflanze.

Wenn man die Blätter gegen das Licht hält, erkennt man kleine Punkte, die wie Löcher aussehen. Daher auch der Beiname perforatum (wie perforiert). Löcher sind es allerdings nicht, sondern zahlreiche Öldrüsen, die das geschätzte Rotöl enthalten. Auch die gelben Blüten enthalten sehr viel Öl. Zerreibt man die Blüten und das Öl tritt aus, entstehen rote Flecken, die an Blut erinnern. Deshalb bekam das Johanniskraut auch den volkstümlichen Namen „Blutkraut“.

Beim Zerreiben der Knospen tritt Hypericin aus; Foto: Holger Casselmann f. Wikipedia
Beim Zerreiben der Knospen tritt Hypericin aus („Blut des heiligen Johannes“)
Foto: Holger Casselmann

Das Rotöl wird gerne in der Hautpflege als Heilöl bei Verbrennungen, zur Wundpflege und bei stumpfen Verletzungen verwendet. Auch bei Verdauungsbeschwerden wird das Johanniskrautöl gerne eingesetzt.

Bevor Johanniskraut als Arzneipflanze des Jahres benannt wurde, hatte das Kraut schon eine lange und teilweise auch finstere Karriere hinter sich. Mit Johanniskraut wurde geräuchert, und Dämonen vertrieben. Es diente zur Teufelsaustreibung.

Erst viel später interessierte sich die Wissenschaft für die tatsächliche Wirkweise von Johanniskraut. Die Inhaltsstoffe Hypericin und Hyperforin sind anerkannte Wirkstoffe bei leichten bis mittelschweren depressiven Störungen. Gegenüber chemischen Antidepressiva tritt die Wirkung allerdings erst nach ungefähr zwei Wochen Einnahme ein. Dafür ist Johanniskraut aber auch besser verträglich. Doch Vorsicht! Neben- und wechselwirkungsfrei ist auch Johanniskraut nicht. Personen, die Marcumar oder andere Phenprocoumon-haltige Arzneimittel einnehmen, und Frauen die die Antibabypille nehmen, sollten keine Johanniskraut-Präparate verwenden, ohne Rücksprache mit dem Arzt zu halten. Mittlerweile unterliegen höher dosierte Johanniskraut-Präparate der Verschreibungspflicht. Personen die Digoxin, Theophyllin oder Ciclosporin einnehmen müssen, sollten auch den Arzt fragen ob Johanniskraut für sie das richtige Mittel ist. In vielen Beipackzetteln wird auch darauf hingewiesen, dass die Haut lichtempfindlicher wird.

Blütenstand von Hypericum perforatum; Foto: Superior National Forest
Blütenstand von Hypericum perforatum
Foto: Superior National Forest via Wikipedia

Johanniskraut bringt Licht und Helligkeit in dunkle Tage. Die Homöopathie beschreibt das Wesen der Pflanze so: Johanniskraut hat von allen Heilpflanzen die stärkste Beziehung zum Licht. Echtes Johanniskraut blüht zur Sommersonnenwende, fördert die Aufnahme und Speicherung von Licht und dessen Umwandlung in Nervenkraft. Wer nicht genügend Licht bekommt wird trübsinnig und depressiv. Dann wirkt Johanniskraut aufhellend. Die Homöopathie schätzt die Heilkräfte dieser Pflanze bei Verletzungen des Körpers und der Seele.

Als arzneilich wirksam gilt das Zusammenspiel aller Inhaltsstoffe wie ätherische Öle, Flavonoide, Harze, Gerbstoffe Hypericin und Hyperforin. Bei Wala entfaltet Hypericum seine Wirkung in Natur-Arzneimitteln bei depressiven Verstimmungen und Stimmungsschwankungen in den Wechseljahren, Konzentrations- und Gedächtnisschwäche, bei Erschöpfungszuständen, hypotonen Kreislaufregulationsstörungen und latentem Eisenmangel, nervöser Schwäche, Unruhe und Schlafstörungen.

Die Dosierung muss mit größter Sorgfalt vom Fachmann ermittelt werden.

Ich freue mich schon darauf, bei einem Spaziergang zur Sommersonnenwende die Blüten der Arzneipflanze 2015 zwischen meinen Fingern zu zerreiben, bis das rote Öl hervortritt.

Silvesterknaller und laute Musik – und was macht das mit unseren Ohren?

Keine Panik. 24 bis 48 Stunden nach der Schallbelastung dürfen die Ohren noch klingeln. Erst danach sollte man einen Facharzt (Hals-Nase-Ohr) aufsuchen.

So funktioniert das Ohr:
Die zahllosen Töne und Geräusche, die aus allen Richtungen durch die Luft zu uns herangetragen werden, werden aufgefangen, sortiert, gefiltert und verändert, und zwar so:

Schallwellen, die auf das Ohr treffen, bringen das Trommelfell in Schwingungen. Diese Schwingungen werden über die Gehörknöchelchen im Mittelohr zum Innenohr, der Hörschnecke geleitet. Im Inneren der Hörschnecke gerät eine Membran in Schwingungen. Auf der Membran sitzt das Hörorgan. Dieses Hörorgan besitzt Haarzellen, die die Schwingungen in Energie umwandelt. Diese Energie wird über den Hörnerv ans Gehirn weitergeleitet. Dort wird das Gehörte dann verstanden.

Stille
Stille

Ein explodierender Silvesterknaller kann ein akustisches Trauma auslösen, das sogenannte Knalltrauma (kurze Schallimpulse und hohe Lautstärke). Die Haarzellen werden bei Lärm überbelastet und ihre Funktion ist dann gestört. Wenn der Lärm eine Stärke von 150 Dezibel übersteigt, können außerdem Risse in der Membran entstehen.

Bei einem Knalltrauma kann eine Innenohrschwerhörigkeit für vor allem hohe Töne zurückbleiben, die sich aber in aller Regel nicht verschlechtert. In den ersten Stunden nach dem Knall kommt es zu Hörgeräuschen und Hörminderung. Diese Beschwerden klingen im Laufe von Tagen aber wieder ab.

Laute Musik ab und zu gehört, ist sogar gut weil sie unser Ohr trainiert. Dabei ist es allerdings wichtig, keine verzerrten Frequenzen aus den Lautsprechern kommen zu lassen. Entscheidend für das Ohr ist der Klirrfaktor. Je verzerrter die Schallwellen, desto schädlicher ist es für unser Gehör.

Ohrstöpsel
Ohrstöpsel

Für verzerrte Klänge, zu laute Musik oder andere laute Geräusche macht es Sinn, einen Hörschutz zu tragen. Da bietet der Markt eine ganze Menge. Gehörschützer sind vom Tragekomfort unterschiedlich und die Wahl ist ganz individuell. Wichtig ist bei allen „Ohrstöpseln“ der Schalldämpfungseffekt.

Hier die gängigsten Arten:

  • Wachsgetränkte Watte
  • Schaumstoffpfropfen
  • Gummistöpsel
  • formbares Silikon

Gemeinsam werden wir den geeigneten Schutz für Sie finden.

Mittelohrentzündung

Viele Eltern haben schon solche Nächte erlebt: Das Kind schreit plötzlich und ist nicht wieder zu beruhigen. Es fasst sich immer ans Ohr, und wenn man vorsichtig drückt, scheint der Schmerz unerträglich zu sein. Bis gestern hatte das Kind doch nur einen Schnupfen. Und jetzt Ohrenschmerzen? Was ist passiert?

Wenn Krankheitserreger vom Nasen-Rachen-Raum über die Ohrtrompete bis ins Mittelohr vordringen, können sie eine Mittelohrentzündung (Otitis media) auslösen.

Am häufigsten sind Kinder im Alter zwischen 2 und 4 Jahren betroffen, und das hat anatomische Gründe: Die Eustachische Röhre ist bei kleinen Kindern noch sehr kurz und verläuft horizontaler als bei Erwachsenen. Dadurch ist die Belüftung bei einer Erkältung schlechter, und es kommt zu einer Entzündung. Typischerweise setzt die Entzündung sehr plötzlich ein und ist mit heftigen Schmerzen verbunden. Die Schleimhäute der Ohrtrompete schwellen an, das gesammelte Sekret kann nicht abfließen. Der Druck auf das Trommelfell steigt an, und nicht selten reißt das Trommelfell. Keine Angst, der Riss heilt schnell wieder zu. Trotzdem ist eine Arztkontrolle sinnvoll.

Wann zum Arzt?

  • Wenn das Kind beidseitig Ohrenschmerzen hat, mit Ausfluss aus dem Ohr
  • Wenn nach 2 Tagen keine Besserung eintritt
  • Wenn hohes Fieber auftritt oder Schüttelfrost
  • Wenn eine Schwellung hinter dem Ohr auftritt
  • Wenn das Kind jünger als 2 Jahre ist

Was kann man selbst tun?

Vorbeugend schützen indem:

  • Nicht geraucht wird. Passivrauchen fördert die Entstehung von Mittelohrentzündung
  • Kein Wasser an’s Ohr wenn Ohrenschmerzen da sind
  • Nach dem Baden die Ohren sorgfältig abtrocknen
  • Früh genug Mütze auf
  • Kaugummi kauen reduziert Tubenentlüftungsstörungen
  • Ohren nicht mit Wattestäbchen reinigen

Wie kann man behandeln?

  • Zwiebelsäckchen. Die Dämpfe gelten als schmerzstillend und entzündungshemmend. Eine Zwiebel wird klein gehackt und kurz erwärmt, bis Saft austritt. Nun werden die Zwiebelstückchen in ein Baumwolltuch gegeben, und das warme Zwiebelsäckchen auf das Ohr gelegt. Mit einer Mütze fixieren, und 30 Minuten wirken lassen.
  • Bei Ohrenschmerzen ist es wichtig, dass die Nase frei ist. Wenn die Nase verstopft ist, sammelt sich weiterhin Entzündungssekret an, und die Ohrenschmerzen werden verstärkt. Nasentropfen oder-Spray wirken schleimhautabschwellend. Der Druck lässt nach, die Schmerzen gehen zurück.

Außerdem gibt es im Handel Tropfen zum Einnehmen, mit der heilenden Kraft der Natur. Die Tropfen bestehen aus einer Pflanzenkombination, die wir hier kurz vorstellen:

  • Roter Sonnenhut wirkt der Ausbreitung von Bakterien entgegen, mobilisiert das unspezifische Immunsystem bei chronischen und akuten Entzündungen.
  • Schwarzer Holunder wirkt schleimverflüssigend an den Schleimhäuten der Atemwege. Außerdem hat er immunstärkende und antivirale Eigenschaften.
  • Kanadische Blutwurzel wirkt schmerzstillend, entzündungshemmend und antimikrobiell.
  • Echte Kamille wirkt mild beruhigend, antimikrobiell und entzündungshemmend.

Klinische Studien belegen, dass bei sofortiger Gabe dieser Tropfen 86 Prozent der Kinder, die mit diesen Tropfen behandelt wurden, kein Antibiotikum benötigen. Die Therapie ist besser verträglich. Bei stündlicher Einnahme (max.12x tägl.) werden die Schmerzen meist innerhalb von ein paar Stunden gelindert.

Ebenfalls beliebt und gut wirksam aus der Natur sind:

Aconit D6 (Blauer Eisenhut)
Bei hoch akuten Entzündungen, plötzlichem Krankheitsbeginn, gegebenenfalls Fieber, überempfindlichkeit bei Berührung.

Capsicum annuum D4 (Paprika)
Bei Mittelohrentzündung, häufig auch mit Halsschmerzen und Kopfschmerzen einhergehend.

Hydrastis canadensis (Kanadische Gelbwurz)
Tiefgreifendes Schleimhautmittel, eingesetzt bei entzündeten Schleimhäuten der oberen Luftwege, Ohrenschmerzen und Tubenkatarrh.

Levisticum RH D3 (Liebstöckel)
Sorgt für bessere Belüftung des Mittelohrs. Dadurch kann die Ansammlung des Sekrets beseitigt werden. Anfangs stündlich einnehmen.

Levisticum Öl
Watte damit tränken und in den Gehörgang einbringen.

Zurückhaltung bei Antibiotika

Antibiotika wurden früher routinemäßig bei Mittelohrentzündung eingesetzt. Heute überprüfen die Ärzte sorgfältig, ob die Gabe von Antibiotika notwendig ist.

Warum? Aktuelle Studien von 2010 zeigen, dass nach einwöchiger Antibiotika-Behandlung zwei Jahre lang Resistenzgene in der Darmflora nachweisbar sind. Außerdem wird eine Mittelohrentzündung mehrheitlich durch Viren ausgelöst. Deshalb ist der routinemäßige Einsatz von Antibiotika bei Otitis media nicht zweckmäßig.

Bei Kindern ohne besondere Risikofaktoren hat sich die „wait and see“ Therapie bewährt. Selbstverständlich mit engmaschiger Verlaufskontrolle. Die Komplikationsrate ist nicht höher als bei sofortiger Antibiotikagabe. Aktuelle Leitlinien besagen, dass die Dauer der Krankheit durch die Gabe eines Antibiotikums allenfalls um einen Tag verkürzt wird.

Wenn Ihr Kind Ohrenschmerzen hat, können Sie Ibuprofen oder Paracetamol als Schmerzmittel einsetzen.

Von schmerzstillenden Ohrentropfen wird abgeraten. Besser Schnupfenspray oder Tropfen in das Nasenloch an der Seite geben, wo das Ohr schmerzt. Durch die schleimhautabschwellende Wirkung lässt der Druck und somit der Schmerz schnell nach.

Und jetzt Mütze auf und raus.

Woran sollte ich denken, wenn ich Arzneimittel einnehmen muss?

„Den Beipackzettel lese ich nicht“. Das hören wir in der Apotheke sehr oft. Und ein bisschen kann man es auch verstehen. Oft stehen unverständliche Formulierungen oder Fachausdrücke drin, und die machen Angst.

Aber ein paar Hinweise sind doch zu beachten.

Was bedeutet denn „magensaftresistent“? Diese Tabletten enthalten einen Überzug, der verhindern soll, dass sich die Tabletten schon im Magen auflösen. Die Einnahme solcher magensaftresistenten Tabletten oder Kapseln müssen immer mindestens eine halbe Stunde vor einer Mahlzeit eingenommen werden. So haben sie den Magen bereits passiert, bevor die Magensäure gebildet wird, die für die Verdauung der Speisen verantwortlich ist. Wenn gleichzeitig mit der Nahrung die Tablette oder Kapsel eingenommen wird, bleibt diese zu lange im Magen, der Überzug löst sich auf, und das Arzneimittel wird teilweise zerstört und kann somit nicht wirken.

Also: Magensaftresistente Tablette oder Kapseln 30 Minuten vor dem Essen einnehmen.

Und was heißt mit reichlich Flüssigkeit? Reichlich Flüssigkeit bedeutet, ein normal großes Glas (150ml). Und Flüssigkeit ist am besten Leitungswasser. Warum? Milch oder Mineralwasser enthalten Calcium und Magnesium. Diese Mineralstoffe können zusammen mit einigen Arzneistoffen Komplexe bilden, die dazu führen, dass der Arzneistoff nicht wirken kann.

Gerbstoffhaltige Getränke wie Kaffee oder schwarzer Tee vermindern die Wirkung von eisenhaltigen Medikamenten. Diese Medikamente sollten mit Vitamin C haltigen Getränken (Orangensaft) eingenommen werden, weil Vitamin C die Aufnahme von Eisen erhöht.

Auf Alkohol sollte bei der Medikamenteneinnahme grundsätzlich verzichtet werden.

Auch bei Grapefruit ist Vorsicht geboten. Der Abbau einiger Arzneistoffe wird gehemmt oder blockiert.

Nüchtern einnehmen bedeutet, mindestens 30 Minuten vor der ersten Mahlzeit. Besonders wichtig ist das bei Schilddrüsenhormonen. Diese werden sonst durch die Magensäure bis zu 70% zerstört.

Wenn ein Medikament zum Essen eingenommen werden soll, bedeutet das am besten mit dem ersten Bissen. So verlässt der Arzneistoff den Magen langsamer, und ist besser verträglich.

Lakritz mag man gerne, oder überhaupt nicht. Und Lakritz ist nicht ohne! Der Blutdruck kann steigen, dann besteht die Gefahr für Herzbeschwerden, Muskelschwäche usw. Wer also einen erhöhten Blutdruck hat, der mit Medikamenten behandelt wird, muss leider auf Lakritz verzichten.

Vaping: Umstritten, belächelt, beliebt

Man sah die Hand vor Augen nicht. So oder so ähnlich war es noch vor gar nicht langer Zeit in den Kneipen, in den Unis und sogar in den Raucherräumen der Krankenhäuser. Die Bahn hatte extra Raucherabteilungen, und in den Flugzeugen wurden extra Raucherplätze errichtet. Und überall rauchte man mit. Aktiv oder passiv. Mit gefährlichen Gesundheitsrisiken, deren Ausmaße man nicht verharmlosen sollte. Im Jahr 2007 traten Nichtraucherschutzgesetze in Kraft und von da an gab es immer mehr Rauchverbote. Heute sind öffentliche Gebäude nahezu rauchfrei.

Elektrozigarette

Elektrozigarette

Aber gibt es denn plötzlich keine Raucher mehr? Doch. Es gibt sie noch. Aber viele Raucher sind umgestiegen auf die E-Zigarette. Man nennt den Konsum Vaping. Die E-Zigarette ist vom Design her zunächst der echten Zigarette nachempfunden und manche Modelle haben an der Spitze sogar eine Leuchtdiode, die beim Ansaugen aufglüht. Die E-Zigaretten gibt es gebrauchsfertig zum Einmalgebrauch, es gibt sie aber auch zum mehrmaligen Gebrauch, wobei man die Mischungen für die Kartuschen selbst zusammenstellt und befüllt. Aber was enthalten die Mischungen überhaupt, und wie funktioniert so eine E-Zigarette?

Gibt es plötzlich keine Raucher mehr?

Gibt es plötzlich keine Raucher mehr?

Die Lösung besteht aus der Trägerlösung Propylenglykol und Glycerin. Darin ist Nicotin gelöst. Dazu kommen vielfältige Aroma- und Geschmacksstoffe.

Durch das Ziehen am Mundstück wird mit Hilfe eines Akkus eine kleine Heizspirale aktiviert, die das Liquid auf 120°C erhitzt, und anschließend verdampft.

Beim Vaping können gesundheitliche Risiken nicht ausgeschlossen werden. Die gesundheitsschädlichen Wirkungen von Propylenglykol und Glycerin beim Einatmen sind noch nicht ausreichend erforscht. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass beim Erhitzen von Propylenglycol und Glycerin nicht winzig kleine Partikel entstehen, die die Alveolen verkleben, und ob nicht krebserzeugende Aldehyde entstehen. Propylendampf kann bei regelmäßigem Konsum die Mund- und Rachenschleimhaut reizen.

E-Zigarette mit Liquid und Ladegerät

E-Zigarette mit Liquid und Ladegerät

Nicotin ist ein Nervengift mit erheblichen Nebenwirkungen wie Herz- und Kreislauferkrankungen, erhöhte Schmerzempfindlichkeit, erhöhte Atemfrequenz, Magen-und Darmbeschwerden usw. Für Kinder, die Nicotin verschluckt haben, ist der Verlauf oft tödlich! Deswegen ist es ein unbedingtes Muss, die Liquids für Kinder unzugänglich aufzubewahren.

E-Zigaretten sind – wie Tabakwaren auch – frei verkäuflich (Altersbeschränkung). Allerdings soll in Zukunft die Höchstkonzentration des Nicotins auf 20 mg/ml begrenzt werden. Außerdem führen Bezeichnungen wie „Cappuccino“ oder andere trendige Bezeichnungen der Liquide zur Verharmlosung.

Wer die E-Zigarette als Entwöhnungsmittel sieht, kann sie einsetzen. Wir empfehlen allerdings dann die Nicotinersatzpräparate wie Pflaster oder Kaugummi, die es bei uns in der Apotheke zu kaufen gibt. Unser Fachpersonal hat zu der Beratung bestimmt noch einige andere Tipps parat, die den Erfolg des Aufhörens steigern.