COMPLEXE 5

René Furterer COMPLEXE 5, regenerierendes Konzentrat

Regenerierendes, pflanzliches COMPLEXE 5 Konzentrat verbindet Wirksamkeit, Sinnlichkeit und Natürlichkeit. Diese Pflege ist wichtig für eine gesunde Kopfhaut und schönes Haar. Weckt alle Sinne: raffinierte goldgelbe Farbe, eine kostbare Textur mit ätherischen Ölen, entspannender und beruhigender Duft. Ein Augenblick intensiver Freude, den Sie mit einer entspannenden Massage verlängern können.

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Lippenherpes – wenn Ekel und Ärger sichtbar werden

Es erwischt uns garantiert dann, wenn wir es am wenigsten gebrauchen können: Bei der Hochzeit unseres besten Freundes oder – schlimmer noch – bei unserer eigenen, beim ersten Date, beim Vorstellungsgespräch, einer wichtigen beruflichen Präsentation, und, und, und. Es gibt so viele Situationen, in denen uns Herpes labialis, zu deutsch Lippenherpes, besonders nervt. Willkommen ist er sowieso nie.

Wo kommt er her?

Man schätzt, dass neunzig Prozent der Bevölkerung das Schmarotzervirus HSV-1 (Herpes Simplex-Virus 1- zur Familie der Herpesviren zählen acht verschiedene) in sich trägt. Infiziert haben wir uns meist vor dem sechsten Lebensjahr, und meistens von unseren Eltern. Beim Küssen kann sich das Virus übertragen, aber auch durch Berührung infizierter Gegenstände oder Trinken aus dem Glas eines Herpesträgers. Oft erfolgt die Ansteckung durch Tröpfcheninfektion, das heißt durch Husten und Niesen.

Diese erste Infektion verläuft meist unbemerkt, weil kaum Symptome auftreten. Wenn sich Symptome zeigen, dann eher im Mund als Zahnfleisch – oder Mundschleimhautentzündung als an den Lippen.

Als Auslöser kommen infrage:

  • fiebrige Infekte
  • Stress
  • Ekel
  • Sonne
  • Hormonelle Veränderungen, wie etwa Menstruation und Schwangerschaft
  • Angst / Nervosität, zum Beispiel bei Prüfungen

Und wo geht er hin?

Das Virus bleibt in uns, lebenslang. Er wandert in die Nervenknoten der Gesichtsnerven und lebt dort in einer Art Schlummerzustand.

Warum reagiert unser Immunsystem nicht auf die frechen Viren? Sie schummeln unserem Immunsystem vor, kein Feind zu sein und wo kein Feind erkannt wird, kann auch keiner bekämpft werden.

Der Schläfer kann aber jederzeit blitzschnell seinen Schlafraum verlassen und erbarmungslos zuschlagen. Der Anschlag kündigt sich durch Kribbeln und Ziepen an. Die Lippe spannt irgendwie, es juckt und brennt eventuell und schmerzt auch. Dann entwickeln sich auf dem Höhepunkt der Virusinvasion hässliche, nässende Bläschen, die man auch als Fieberbläschen bezeichnet, obwohl sie nichts mit Fieber zu tun haben. Die Bläschen platzen auf, dann folgen störende Krusten. Die
ganze Misere kann gut und gerne bis zu zehn Tage dauern.

Küssen verboten - es erwischt uns garantiert dann, wenn wir es am wenigsten gebrauchen können

Es erwischt uns garantiert dann, wenn wir es am wenigsten gebrauchen können

Manche Menschen durchleben die Attacke nur zweimal im Jahr, manche hingegen werden alle vier bis sechs Wochen gepeinigt. Ab sechs Rückfällen pro Jahr sollte auf jeden Fall der Arzt hinzugezogen werden.

Früher Vogel fängt den Wurm

Egal, für welche Therapie Sie sich entscheiden, tun sie es möglichst früh. Je eher ein Herpesmittel angewendet wird, desto besser wirkt es. Es gibt verschiedene Ansätze.

Aciclovir

Seit 1981 ist der Wirkstoff bei uns als Creme im Handel. Das Besondere an Aciclovir ist, dass es die Herpesviren in ihrem Wachstum und ihrer Vermehrung stoppt, aber unsere gesunden, herpesfreien Zellen völlig in Ruhe gelassen werden. Eine Sensation! Das fand auch das Nobelpreiskomitee und verlieh den Entdeckern von Aciclovir, den Amerikanern Gertrude B. Ellon und George H. Hitchings 1988 den Nobelpreis für Medizin.

Es bleibt Ihnen als Verbraucher überlassen, ob sie das Markenprodukt oder ein preiswertes Nachahmerprodukt anwenden. Manche Patienten schwören auf das eine, manche auf das andere. Auf jeden Fall sollten Sie das Präparat fünf bis achtmal am Tag mit einem Wattestäbchen (wegen der Hygiene) einmassieren. Bitte circa fünf Tage anwenden. Natürlich kann man am effektivsten Viren stoppen, wenn noch nicht so viele da sind, daher beginnt man am besten schon mit der Anwendung, wenn es ziept und spannt. Aciclovir ist in Schwangerschaft und Stillzeit erlaubt.

Penciclovir

Wie man an der Endung -vir erkennt, gehört dieser Wirkstoff in die gleiche Gruppe wie Aciclovir. Seit 2005 ist er rezeptfrei als Creme erhältlich. Die Anwendung soll noch gut möglich sein, wenn die Bläschen schon richtig herrausgekommen sind. Jeder muss herausfinden, womit er am besten zurecht kommt. Trotzdem gilt: Früher Vogel fängt den Wurm!

Schüssler’sche Mineralien

Gerade für Kinder gibt es mit der Nr.8 (Natrium Chloratum) eine gute Behandlungsmöglichkeit. Geben Sie dem Kind im akuten Stadium stündlich eine Tablette. Die Tabletten werden nicht geschluckt, nur gelutscht. Man kann auch eine Tablette mit ein wenig Wasser aufschlemmen und diesen Brei direkt auf den Herpes auftragen.

Melissenextrakt

Mit Pflanzenkraft das Gift bekämpfen (das Wort „Virus“ kommt aus dem lateinischen und bedeutet „Gift“). Die Melissenwirkstoffe besetzen Andockstellen auf unseren Hautzellen, so dass den Viren der Eintritt verwehrt bleibt.

Zinksulfat-Heparingel

Die Kombination sorgt dafür, dass einerseits die Anfangssymptome wie etwa das Spannungsgefühl gelindert werden, andererseits die Abheilung schneller geht.

Herpespflaster

Da haben sich die Entwickler wirklich Gedanken gemacht, dass Betroffene sich ihrer „Bratsche“ oft schämen. Das runde, durchsichtige Pflaster mit etwa einem Zentimeter Durchmesser deckt die Bläschen nicht nur ab, sondern macht sie auch unsichtbar. Es vermindert das unangenehme Brennen und beschleunigt die Abheilung meist sogar ohne lästige Krusten. Wenn das Pflaster anfängt sich zu lösen, was cirka acht bis zehn Stunden dauert, wird es ausgewechselt.

Über den Pflastern darf ruhig Lippenstift aufgetragen werden. Ein vorsichtiges, kleines Bussi ist, wenn das Pflaster die Bläschen wirklich gut umschließt, erlaubt. Beim Essen und Trinken sollten Sie aufpassen, dass alles an seinem Platz bleibt.

Kinder und Schwangere dürfen selbstverständlich auch auf das Pflaster zurückgreifen.

Urin

Es gibt wirklich Leute, die darauf schwören, Eigenurin auf die Lippen aufzutragen. Wem es hilft, der soll es ruhig weitermachen, schaden wird es nicht.

Küssen verboten – Tipps im Umgang mit Lippenherpes

Auch wenn Lippenherpes in den meisten Fällen harmlos ist, so ist es nichts desto Trotz hochansteckend. Daher ist auch hier eine entsprechende Hygiene unumgänglich. Hierzu gehört das altbekannte Händewaschen vor und nach Auftragen der Creme genauso wie das Teilverbot von Zahnbürsten, Handttüchern, Gläsern, Besteck und ähnlichem.

Das Bussi für den Partner sollte man sich bis zur Abheilung aufsparen. Ein Tipp für Sonnenhungrige und Skihasen: UV-Licht setzt die Immunabwehr herab. Das begünstigt wiederum einen Lippenherpes. Daher bitte niemals den Sonnenschutz für die Lippen vergessen.

Ganz besonders Acht geben müssen Mütter bei Säuglingen. Sind sie gerade infiziert, ist sowohl Küssen als auch Schnuller oder Fläschchensauger ablecken passé, da sich die lästigen Virusbiester auch im Speichel befinden. Bei Neugeborenen ist Lippenherpes alles andere als harmlos. Es kann sogar zu sehr gefährlichen Hirnhautentzündungen kommen.

Bitte kratzen Sie niemals die Bläschen auf, sie enthalten Millionen infektiöser Viren. Gerade Kontaktlinsenträger sollten diesen Rat besonders befolgen. Falls Viren, die man dann an den Fingern oder unter den Nägeln hat, ins Auge gelangen, ergeben sich gefährliche Entzündungen. Sehr leicht lässt sich das Auge auch infizieren, wenn Kinder Daumen lutschen und anschließend das Auge berühren.

Viel Spaß im Urlaub oder wo Sie auch gerade sind! Vielleicht haben Sie ja vorsorglich schon ihr Herpesmedikament in der Tasche.

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Was tut der Essig in der Strandtasche?

Manchmal kann ein Bad im kühlen Meer schnell zur Qual durch den Kontakt mit Quallen werden. Quallen sind gar nicht mal so ungefährlich. Das Gift ruft nicht nur schmerzhafte Hautreaktionen hervor, manchmal kann es sogar zu Herzproblemen führen.

Wenn Sie beim Baden plötzlich ein Brennen spüren, sollten Sie das Wasser möglichst schnell verlassen, aber bitte nicht panisch, denn sonst könnten Sie mit noch mehr Tentakeln der Qualle in Kontakt kommen. Die Tentakel von Quallen sind sehr dünn und praktisch unsichtbar, enthalten aber Nesselkapseln, die mit Gift gefüllt sein können. Durch Kontakt platzen die Nesselkapseln und geben ihr Gift ab.

Tag am Starand

Was tut der Essig in der Strandtasche?

Und jetzt kommt der Essig aus der Badetasche zum Einsatz. Damit kann man die betroffene Hautregion abspülen. Ersatzweise geht auch Meerwasser, aber bitte keinen Alkohol oder Leitungswasser benutzen, denn sonst zerplatzen noch mehr Nesselkapseln.

Rasierschaum kann man auch einsetzen, um Quallenreste zu entfernen. Der aufgesprühte Schaum wird nach dem Trocknen mit einem festen Gegenstand z.B. einem Eislöffelstiel oder ähnlichem abgeschabt. Danach sollte man die Haut kühlen und mit einem Antiallergikum (kühlende Gele die auch bei Sonnenbrand und Insektenstichen eingesetzt werden) behandeln.

Quallen gibt es fast überall auf der Welt. Nord- und Ostsee sind für giftige Quallen meist zu kalt. Anders sieht es im Mittelmeer aus. Erkundigen Sie sich vor Ort, wenn Sie Quallen sehen, ob sie giftig sind.

Wir wünschen Ihnen einen schönen und unbeschwerten Badeurlaub!

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Pack die Badehose ein …

… und nichts wie ab ins kühle Nass.

Aber halt! So sehr wir das heiße Wetter auch lieben, auch hier erwarten uns eine Menge Gefahren.

Wo viele Menschen ins gleiche Wasser gehen entstehen schnell gesundheitsschädliche Keime. Deswegen gibt man Chlor ins Wasser, denn Chlor macht Bakterien unschädlich und tötet Krankheitserreger ab. Aber ist Chlor nicht selbst gesundheitsschädlich? Es wurde ein Zusammenhang mit Chlor im Wasser und der Neigung zu Asthma bzw. Allergien erkannt. In Deutschland ist ein Grenzwert von 1 mg pro Liter Wasser vorgeschrieben, der nicht überschritten werden darf. Dadurch soll eine mögliche Gesundheitsgefährdung durch Chlor und Chlornebenprodukte ausgeschlossen werden.

Sobald sich Chlor mit organischen Stoffen wie Schweiß oder Urin verbindet, entstehen sogenannte Choramine. Diese Chloramine greifen die Atemwege und die Augen an. Allerdings ist die Atemluft in Hallenbädern belasteter als in Freiluftbädern …

… Hier kann dafür an heißen Tagen die Sonne für andere Probleme sorgen, z.B. für den viel beschriebenen Sonnenbrand, auf den wir heute nicht näher eingehen wollen. Da wäre aber noch der Hitzekollaps: Die Blutgefäße stellen sich weit um mehr Wärme abzuleiten, und genau das führt zum starken Absinken des Blutdrucks.

Bemerkbar macht sich ein Hitzekollaps durch auffallend blasse Haut, schnellen, kaum tastbaren Puls, kalten Schweiß und Frösteln trotz warmer Umgebung und durch Schwäche bis hin zur Bewusstlosigkeit. Besonders betroffen sind oft ältere Menschen, weil sie zu wenig trinken.

Das schöne Wetter genießen

Das schöne Wetter genießen …

Um einen Hitzekollaps zu vermeiden, sollte man wenn möglich Tätigkeiten im Schatten ausüben und den Körper nicht zu sehr belasten. Auch wenn kein Durstgefühl vorhanden ist, sollte man viel Wasser trinken. Luftige Kleidung ist nicht nur schön sondern bei entsprechendem Wetter auch gesund …

Wenn es einen dennoch erwischt hat: Ab in den Schatten, Beine hochlagern, und wenn die betroffene Person fröstelt, zudecken. Bei Bewusstlosigkeit und Kreislaufstillstand Überprüfung der Atmung, stabile Seitenlage bzw. Atemspende bei Atemstillstand oder Herz-Lungen-Wiederbelebung. Auf jeden Fall so schnell wie möglich den Notruf absetzen.

Packen wir also zur Badehose noch Sonnenschirm und ausreichend Getränke ein und genießen das schöne Wetter.

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Allergien im Anflug

Die liebe Last mit dem Heuschnupfen

Raus an die frische Luft, den Frühling und Sommer genießen! Aber nicht mit mir. Denn mit den ersten Pollen wird für mich als Heuschnupfen-Allergiker die Natur zur Qual.

Heuschnupfen ist eine übersteigerte Reaktion unseres Körpers auf Eiweißstoffe in Blütenpollen. Unser Immunsystem bewertet eigentlich harmlose Partikel als gefährlich und macht sich kampfbereit. Bei der Verteidigung gegen die Pollen entleeren bestimmte Zellen, die sogenannten Mastzellen einen Cocktail aus Entzündungsvermittlern, der unter anderem aus dem Botenstoff Histamin besteht.

Das führt zu den bekannten Heuschnupfensymptomen:

  • angeschwollene Schleimhäute
  • laufende Nase, häufiges Niesen
  • Juckreiz
  • gerötete, tränende Augen
  • Kopfschmerzen
  • eingeschränkter Geruchssinn und auch Geschmackssinn
  • schlechtes Allgemeinbefinden

Heuschnupfen ist kein Zipperlein, sondern eine ernste Erkrankung, weil das Risiko, dass sich die Beschwerden in die Bronchien verlagern und es zu Asthma kommt recht hoch ist. Man spricht dann von Etagenwechsel.

Sommernachmittag an der Mühle

Sommernachmittag an der Mühle

Zusätzlich leiden viele Heuschnupfenpatienten auch oft an Nahrungsmittelallergien. Beispielsweise reagieren Birkenpollenallergiker oft auch auf Kiwis allergisch. Bei diesen Kreuzallergien kann das Immunsystem aufgrund der Ähnlichkeit nicht zwischen beiden Allergenen unterscheiden und reagiert somit auf beide.

Was hilft den Geplagten?

Lokalbehandlung von Augen und Nase

Eine Lokalbehandlung bietet den Vorteil, dass sie recht nebenwirkungsarm ist, da nur wenig Wirkstoff in den Körper aufgenommen wird.

  1. Cromoglycinsäure und Nedocromil

    Beide stabilisieren die Mastzellen um zu verhindern, dass sie ihren Cocktail aus Enzündungsvermittlern entladen. Um die volle Wirksamkeit zu entfalten, sollten sie schon ca. eine Woche vor den Allergiebeschwerden angewendet werden. Da die Wirkung schnell abnimmt, müssen sie vier mal täglich benutzt werden. Augentropfen und Nasentropfen sind einzeln und als Kombipackung erhältlich.

  2. Antihistaminika

    Die Blockade des Entzündungsvermittlers Histamin wird durch die Wirkstoffe Azelastin und Levocabastin erreicht. Sie werden unmittelbar bei Beschwerden des Auges oder der Nase verwendet, weil ihre Wirkung rasch einsetzt. Nach ca. 10 bis 20 Minuten hat man Linderung, eine regelmäßige Anwendung ist nicht nötig. Auch hier haben Sie die Möglichkeit zwischen Einzel- und Kombipackungen zu wählen.

  3. Nasensprays mit dem Wirkstoff Ectoin

    Es entfernt Pollen aus der Nase und unterstützt die körpereigene Schutzbarriere. Der Naturstoff Ectoin bildet einen beruhigenden Hydrofilm.

  4. Kortisonhaltige Nasensprays

    Lokal wirksame Kortikoide verringern die Produktion von Entzündungseiweißen und fahren das Immunsystem dort zurück, wo sie eingesetzt werden. Sie wirken am stärksten entzündungshemmend und antiallergisch. Man nutzt sie vor allem bei schweren Erkrankungen wie chronischem Heuschnupfen mit einer Nasennebenhöhlenentzündung oder asthmatischen Beschweren. Seit Oktober 2016 sind die Wirkstoffe Fluticason und Mometason nicht mehr verschreibungspflichtig.

    Die meisten kortisonhaltigen Nasensprays sind für Patienten ab sechs oder gar 12 Jahren zugelassen. Mometason eignet sich schon für Kinder ab drei Jahren.

    Fluticason hat eine Zulassung für Erwachsene ab 18 Jahren. Es bekämpft nicht nur die Beschwerden an Nase und Augen sondern auch ihre Ursache, die Entzündung der Schleimhäute. Wenden Sie das Spray auch dann an, wenn Sie symtomfrei sind, also täglich während der Allergiesaison. Anwendung: Zwei Sprühstöße pro Tag und Nasenloch, nach Besserung ein Sprühstoß.

Medikamente zum Einnehmen

Hier kommt wieder unser Botenstoff Histamin ins Spiel. Alle gängigen Allergietabletten mit chemischen Wirkstoffen blockieren das Histamin und greifen so in das Entzündungsgeschehen ein. Diese als Antihistaminika bezeichneten Wirkstoffe machten früher oft müde.

Die heute freiverkäuflichen Wirkstoffe Cetirizin und Loratadin bezeichnet man als Antihistaminika der zweiten Generation. 10mg täglich reichen aus, um den spezifischen H1 Rezeptor zu blockieren. Loratadin wirkt sogar noch etwas länger als Cetirizin. Die Wirkung tritt schnell ein und die meisten Patienten vertragen die beiden Wirkstoffe sehr gut.

Während der Therapie mit Cetirizin und Loratadin kommt es manchmal zu unerwünschten Nebenwirkungen wie Mundtrockenheit, Ausschlag und Juckreiz, Kopfschmerzen und Benommenheit. Cetirizin kann vereinzelt müde machen und sollte deshalb abends eingenommen werden. Bei Personen, die sich stark konzentrieren müssen, ist Loratadin eher zu empfehlen.

Raus an die frische Luft, den Frühling und Sommer genießen

Frühling und Sommer an der frischen Luft genießen

Allergiker, die mit Loratadin und Cetirizin nicht auskommen, haben die Chance, mit den rezeptpflichtigen Antihistaminika der dritten Generation der Allergie den Garaus zu machen. Desloratadin und Levocetirizin sind hier die gängigsten Wirkstoffe. Dosierung: Einmal täglich 5mg.

Homöopathie

Die Einnahme homöopathischer Tabletten sollte bereits beginnen, bevor die Beschwerden ihren Höhepunkt erreichen. Ziel ist auch die Anregung der Selbstheilungskräfte. Ein Präparat der Firma DHU (www.dhu.de) enthält die Bestandteile Luffa operculata (Schwammgurke), Galphimia glauka (kein deutscher Name bekannt) und Cardiospermum (Ballonrebe). Niesreiz, verstopfte Nase, Juckreiz, tränende Augen und Bindehautentzündung können bekämpft werden. Es sind Tropfen und Tabletten im Handel, wobei homöopathische Tabletten nicht geschluckt werden: Man lässt sie unter der Zunge zergehen.

Desensibilisierung (verschreibungspflichtig)

Viele Allergiker kennen die Desensibilisierung (unempfindlich machen) als „Spritzentherapie“. Dabei bekommt man „seine“ Allergene in wachsender Konzentration unter die Haut gespritzt, um den Körper an die Allergene zu gewöhnen. Dafür muss man natürlich regelmäßig zum Arzt gehen, der zum einen die Spritze setzen muss und zum anderen Rezepte über die Desensibilisierungslösung ausstellt. Die Lösung wird dann bei der entsprechenden Firma hergestellt und liegt in ihrer Apotheke zur Abholung bereit.

Seit einiger Zeit gibt es eine Erleichterung für alle Gräserpollenallergiker!
Eine Tablette mit gefriergetrockneten Allergenen aus Graspollen (alle Arten von Gräsern). Sie wird unter die Zunge gelegt wie homöopathische Tabletten und muss nicht gekühlt werden. Die Therapie sollte zwei (besser vier) Monate vor der Graspollensaison beginnen und dauert ca. 3 Jahre. Auch die Tabletten sind verschreibungspflichtig, daher wird es hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt.

Sal-Weide

Sal-Weide

Tipps für Heuschnupfengeplagte

  • Regen bringt Segen! Vermeiden Sie bei hoher Pollenbelastung den Aufenthalt im Freien. Nach einem kräftigen Regenguss ist die Luft wie reingewaschen, man kann besser atmen.
  • Informieren Sie sich über die täglichen Pollenflugvorhersagen.
    WO? WIE? Am besten gleich hier bei uns →.
    Oft bieten auch die regionalen Radiosender diesen Service an, oder Sie schauen im Internet auf der Seite des deutschen Wetterdienstes nach. (www.dwd.de)
  • Schützen Sie Ihre Augen. Tragen Sie im Freien eine Sonnenbrille. Schon kommen weniger Pollen in die Augen
  • Lassen Sie im Auto bei starkem Pollenflug die Fenster zu und die Lüftung aus. Es sei denn, es ist ein Feinstaubfilter eingebaut. Diese müssen aber auch mal erneuert werden.
  • In der Wohnung sollte täglich Staub gesaugt werden (möglichst nicht vom Allergiker selbst). Auch für Staubsauger gibt es Mikrofilter, damit der Staubsauger nicht zur Pollenschleuder wird. Staubsaugerbeutel häufig wechseln.
  • Vermeiden Sie Wiesenblumensträuße in der Wohnung. (Hatschi)
  • Spülen Sie sich abends die in den Haaren hängen gebliebenen Pollen aus, bevor Sie ins Bett gehen.
  • Nachts Fenster geschlossen halten.
  • Legen Sie die getragene Kleidung nicht im Schlafzimmer ab. Ohne Pollen schläft es sich besser.

Hinweis

Vermeiden Sie eine längere Anwendung von Erkältungsnasensprays mit abschwellenden Wirkstoffen. Sie trocknen die Nasenschleimhäute aus und führen schnell zur Gewöhnung. Verwenden Sie möglichst unkonservierte Nasensprays, weil die Konservierungsstoffe die Flimmerhärchen und die Hornhaut schädigen und selbst zu Allergien führen. Kurzfristige Anwendung (möglichst unter sieben Tage) ist in Ordnung, wenn man beispielsweise abends eine verstopfte Nase schnell freibekommen möchte. Schließlich ist erholsamer Schlaf auch wichtig, besonders wenn man tagsüber von Pollen gequält wird.

Wir wünschen Ihnen eine beschwerdefreie Zeit!

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René Furterer Haarpflege

Gesundes Haar wächst auf gesunder Kopfhaut, wie eine Pflanze auf fruchtbarem Boden.

René Furterer 1957

Inspiriert durch seine Kindheit in der Provence entdeckt René Furterer früh die besonderen Eigenschaften von ätherischen Ölen. Als Friseur und Phytologe in Paris entwickelt er bereits in den 50er Jahren hochwirksame Produkte auf Basis von Pflanzen-Extrakten und ätherischen Ölen für Kopfhaut und Haar – immer unter seinem Leitspruch: „Schönes Haar wächst auf gesunder Kopfhaut, wie eine Pflanze auf fruchtbarem Boden“.

1980 ist ein wichtiges Jahr für René Furterer. Durch die Fusion mit dem Visionär und Unternehmer Pierre Fabre wird der Grundstein für die internationale und innovative Ausrichtung der Marke René Furterer gelegt.

Das Besondere an der Marke René Furterer

  • Über 50 Jahre Forschung und Leidenschaft für Kopfhaut und Haar – in über 40 Ländern
  • Pflanzenkraft zum Wohlfühlen für Kopfhaut und Haar, kombiniert mit duftenden Aromen
  • Hauptwirkstoffe aus puren ätherischen Ölen und natürlichen Pflanzen-Extrakten
  • Innovatives Pflegesystem für Kopfhaut und Haar
  • Ganzheitliche Pflege von innen und außen
  • Silikonfreie Shampoos*, die keine Rückstände auf der Kopfhaut hinterlassen

Rene Furterer

Bei René Furterer finden Sie für jeden Haartyp das richtige Pflegeprodukt.

*Ausgenommen Lissea Glättendes Shampoo

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Fasten – Verzicht als Gewinn

Aschermittwoch ist vorbei, und es beginnt die Zeit des Fastens. Ursprünglich war für die Christen der Zeitraum zwischen Aschermittwoch und Ostern die Vorbereitung auf das Osterfest. Es ist die Fastenzeit, die auch als Passionszeit bezeichnet wird und über 40 Tage geht.

Heute stehen oft religiöse Gründe nicht mehr im Vordergrund. Viele Menschen nutzen die Zeit nicht nur zum (Heil) Fasten, sondern sie stellen ihr Genuss- und Konsumverhalten auf die Probe. Das Selbstbewusstsein wird gestärkt wenn man sich beweist, auf spezielle Dinge verzichten zu können.

Klassiker beim Fasten sind: Verzicht auf Alkohol, Süßigkeiten, Fleisch, Rauchen, Fernsehen, Smartphone und Internet. Dabei verzichten Männer auf andere Dinge als Frauen. 71 Prozent der Männer favorisieren den Alkohol-Verzicht. Frauen möchten lieber die Süßigkeiten weglassen (72 Prozent).

Heilfasten

Unter Heilfasten verstehen wir eine Form des Fastens, die zu einem höheren Wohlbefinden oder verbesserter Gesundheit führen soll. Dr. Otto Buchinger, ein deutscher Arzt, begründet die Idee des Entschlackens beim Heilfasten so: Mit Säften und Brühen wird dem Körper nur eine geringe Menge an Nährstoffen gegeben. Dadurch entlasten wir den Stoffwechsel. Gleichzeitig reinigen wir den Darm, indem wir mehrmals Einläufe machen. So wie ein Ofenrohr entschlackt werden muss, so muss auch der Darm von Abfallprodukten gereinigt werden. Etabliert haben sich ärztlich begleitete Formen des Fastens mit erwünschter Entschlackung oder Regeneration von Körper und Seele. Das Heilfasten braucht immer einige Tage der Vorbereitung. Das heißt, wir reduzieren bereits die Mengen an Kohlehydraten. Die Flüssigkeitsmenge sollte etwa drei Liter pro Tag betragen, und der Darm sollte entleert werden.

Viele Menschen halten das Heilfasten wochenlang durch. Allerdings werden diese Menschen ärztlich betreut, und das ist auch notwendig. Wichtig ist auch, ein angemessenes Sport-und Wellnessprogramm während des Heilfastens durchzuführen. Unser Körper schaltet zwei bis drei Tage nach Beginn des Fastens auf den Hungerstoffwechsel um, und unser Energieverbrauch wird stark gedrosselt. Gleichzeitig werden Eiweißreserven verzehrt, und zwar noch vor den Fettreserven. Außerdem kann es bei mehrwöchigem Fasten zu Mangelerscheinungen kommen, weil nicht genügend Vitamine und Mineralstoffe aufgenommen werden.

Auch die Entschlackung ist nicht so ganz ohne. Wenn die natürliche Darmtätigkeit ständig durch Abführmittel manipuliert wird, kommt sie aus dem Gleichgewicht. Außerdem kann der Elektrolythaushalt entgleisen.

Nicht fasten sollten Kinder unter 16 Jahren, stillende Mütter, Schwangere, Kranke und Untergewichtige.

Körperliche, geistige und seelische Reinigung

Richtiges Fasten ist vitalisierend, es reinigt und aktiviert. Krankheiten wie Rheuma, Gicht, Diabetes, Allergien, Asthma, Durchblutungsstörungen, Übergewicht, chronische Lebererkrankungen, Bluthochdruck und Migräne können gemindert, wenn nicht sogar geheilt werden.

Als weiterer positiver Effekt verbessert sich die Immunabwehr deutlich.

Auch Diabetiker können nach vorheriger Absprache mit ihrem behandelndem Arzt grundsätzlich fasten, sofern bei ihnen keine zusätzlichen Erkrankungen vorliegen. Die Dosen ihrer blutzuckersenkenden Medikamente müssen dabei natürlich angepasst werden. Neue Studien belegen, dass der periodische Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel einem beginnenden Diabetes Typ II entgegenwirken kann.

Heilfasten ist eine ideale Gelegenheit, sich auf sich selbst zu besinnen, dem Alltag eine Weile zu entfliehen und alte Gewohnheiten zu überdenken. Das Selbstwertgefühl und ein neues Körpergefühl geben viel Energie und Kraft für neue Impulse.

Viele Fastende berichten über Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit, dem Gefühl von erhöhter Aufmerksamkeit, Entspannung und Ruhe und von regelrechten Glücksgefühlen ("Fasten-High") nach dem dritten Fastentag. Das erklärt sich duch erhöhte Serotoninfreisetzung bei gleichzeitig verringerter Serotonintransporterdichte. „Fasten entgiftet nicht nur den Körper, sondern macht auch den Kopf frei“, sagt Klinikärztin Dr. Isabel Wemhöner, Fastenärztin in der Klinik für Naturheilverfahren in Bad Brückenau. „Durch den Nahrungsverzicht wird die Wirkung des Glücksbotenstoffs Serotonin im Gehirn verstärkt. Viele Fastende erleben ein Hochgefühl, gepaart mit ganz besonderem Reflektionsvermögen und gedanklicher Klarheit.“

Wahrnehmung und Sinne sind nach dem Fasten geschärft. Der Körper hat neue Kraft und Vitalität und der Geist neue positive Energie.

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Hafer – Arzneipflanze des Jahres 2017

Der Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde an der Universität Würzburg hat für das Jahr 2017 den Hafer (Avena sativa) als Arzneipflanze des Jahres ausgezeichnet.

Hafer war ursprünglich eine sekundäre Kulturpflanze, die zunächst als unerwünschter Begleiter von anderen Getreidearten auftrat. Erst später (100 v. Chr.) erkannte man sein breites Einsatzspektrum und baute ihn an.

Der Hafer besteht gleich aus drei verschiedenen Heilmitteln: Haferkraut (Avenae herba), Haferstroh (Avenae stramentum), und der Haferfrucht (Avenae fructus).

Haferkraut (Avenae herba)

Noch bevor das Getreide blüht, wird es abgeerntet, um das Haferkraut optimal nutzen zu können. Haferkraut hat einen hohen Anteil an Saponinen, Mineralien und entzündungshemmenden Flavonoiden.

Zubereitungen aus Haferkraut verwendet man bei Angst- und Spannungszuständen. Sie wirken beruhigend und schlaffördernd, teilweise auch krampflösend und entspannend. Auch bei Hauterkrankungen, Bindegewebsschwäche und Blasenschwäche findet Haferkraut Verwendung. Außerdem soll Hafertee den Harnsäurespiegel des Blutes senken.

Haferstroh (Avenae stramentum)

Durch den hohen Anteil an Kieselsäure wird das Haferstroh gerne als Bad aufbereitet. Diese Bäder wirken Juckreiz lindernd. In der Volksmedizin nutzt man die Bäder auch bei Gicht, Rheuma, Lebererkrankungen und bei Hautleiden.

Haferfrüchte (Avenae fructus)

Das Haferkorn kennen wir in der Küche in Form von Haferflocken, Hafergrütze, und als Hafermehl. Mittlerweile wird auch die Hafermilch immer beliebter. Das vollreife Korn enthält viele lösliche Ballaststoffe und hat einen hohen Anteil an Mineralstoffen, Vitaminen und Proteinen. Hafer enthält viele leicht verdauliche Kohlehydrate, sodass er ein schneller Energielieferant ist, aber trotzdem leicht verdaulich.

Haferdrink

Haferdrink

Die im Haferkorn enthaltenen Schleimstoffe quellen in Berührung mit Wasser auf. Diese Eigenschaft macht man sich bei Entzündung der Magenschleimhaut zunutze, weil sich die Schleimstoffe als schützender Film auf die angegriffene Schleimhaut legen. Für Vegetarier ist das Haferkorn ein guter Eisenlieferant. Das enthaltene Biotin ist wichtig für Haare und Nägel. Zink wirkt entzündungshemmend und unterstützt die reine schöne Haut. Hafer wirkt außerdem Cholesterin-Spiegel-senkend.

Hafer wird immer beliebter in unserer Küche. Ein Trend-Frühstück ist zum Beispiel Porridge, wobei Haferflocken als Grundzutat dienen. Ganz oft finden wir Haferflocken bei den Eat-smarter Rezepten.

Porridge

Porridge

Auch „äußerlich“ ist Hafer trendy. So finden wir immer öfter Haferauszüge in Shampoos. In England wird eine Hautcreme gegen Sonnenbrand produziert, die Haferschleim enthält. Als Bad wird das Haferstroh als Sud aufbereitet. Man kocht 100g Haferstroh in drei Liter Wasser ungefähr 20 Minuten, seiht es ab und gibt es dem Badewasser zu.

In der Homöopathie hat der Hafer ebenfalls eine große Bedeutung. Verarbeitet wird hier die blühende Haferpflanze mit Blüte, Blättern und Stängeln.

Wen der Hafer sticht

Jeder kennt das Sprichwort „Dich hat wohl der Hafer gestochen“. Was steckt dahinter? Psychotrope Substanzen wirken auf das zentrale Nervensystem. Hafer enthält den Weckaminen ähnliche Stoffe, die sich positiv auf die Stimmung auswirken und dazu beitragen können, die Wintermüdigkeit zu vertreiben.

Also dann, ran an den Hafer!

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