Ich schenke dir mein Herz …

… oder meine Lunge, meine Leber, meine Niere oder ein anderes gesundes Organ.

Das wäre schön, wenn viele Menschen so denken würden und mit einem Organspendeausweis anderer Menschen Leben retten könnten. Bisher haben nur 20 Prozent der Deutschen einen Spenderausweis. Dabei kann ein einziger Organspender sieben bis acht Menschen das Leben retten.

Die Entscheidung für eine Organspende fällt nicht immer leicht. Man möchte sich lieber nicht mit dem Thema „Sterben“ beschäftigen und schiebt es weit weg. Zumindest solange man gesund ist. Aber wie entscheiden Sie, wenn der Arzt Sie fragt, ob Sie bei einem geliebten Menschen, der nur noch durch Maschinen künstlich am Leben gehalten wird, einer Organspende zustimmen?

Wäre es da nicht einfacher, der Mensch hätte einen Spenderausweis und kein anderer müsste entscheiden? Wer sich zu Lebzeiten in Ruhe informiert und sich entscheidet, entlastet seine Angehörigen in dieser schwierigen Situation. Sprechen Sie über Ihre Entscheidung und füllen Sie einen Organspendeausweis aus.

Organspender müssen keine Angst davor haben, zu früh für tot erklärt zu werden. Nur Menschen die den Hirntod gestorben sind können Organspender werden. Die Diagnose „Hirntod“ wird nicht leichtfertig gestellt. Sie muss immer von zwei erfahreren Ärzten festgestellt werden.

Bei Hirntod gibt es kein Zurück. Aber man kann nach dem Tod noch Leben schenken. Das ist oft für die Angehörigen ein großer Trost. Warum soll Ihr Herz nicht weiter schlagen dürfen?

Einen Organspendeausweis bekommen Sie an vielen Stellen, z.B. bei Krankenkassen, in Arztpraxen, beim ADAC und selbstverständlich auch in Ihrer Apotheke.

Weitere Informationen gibt`s auch im Internet unter: www.nopanicfororganic.de.

Drei auf einen Streich …

… hier zu sehen im Herbstwald. Aber alle drei könnten auch in Ihren Arzneischrank Einzug halten, denn alle drei sind Heilpflanzen.

Eichenrinde, Hopfen, Brombeerstrauch

Eichenrinde, Hopfen, Brombeerstrauch

Da wäre als Erstes die Rinde einer Eiche – Quercus cortex – zu sehen. Eichenrinde enthält viel Gerbstoff. Diese Gerbstoffe wirken stark zusammenziehend. Sie werden gerne bei Ekzemen und schlecht heilenden Entzündungen als Bad oder Umschlag eingesetzt. Aber auch als Teezubereitung eignet sich die Eichenrinde. Da findet sie ihre Verwendung bei Durchfall, Mundschleimhautentzündungen und Halsschmerzen.

Bei den hellgrünen Zapfen handelt es sich um Hopfen – Humuli lupuli. Hopfen ist uns allen als Inhaltsstoff vom Bier bekannt. Er verleiht dem Bier die bittere Note. Als Heilpflanze wird er wegen seiner beruhigenden und schlaffördernden Wirkung sehr geschätzt. Auch ein nervöser Magen lässt sich durch die Bitterstoffe im Hopfen besänftigen. Als Teezubereitung wird Hopfen oft mit anderen beruhigenden Pflanzen wie Melisse und Baldrian kombiniert.

Die stachelige Ranke ist ein Brombeerstrauch – Rubus fruticosus. Nicht nur die Brombeeren als Frucht haben wir für uns entdeckt. Auch die Blätter sind als Heilpflanze bedeutsam. Als Teezubereitung wirken sie beruhigend, Hautausschläge können abheilen. Auch hier sind wie bei der Eichenrinde Gerbstoffe enthalten, die ebenfalls zur Behandlung von leichten Durchfällen und entzündeten Schleimhäuten eingesetzt werden. Die Blätter haben einen leicht herben Geschmack und werden gerne mit anderen Kräutern in Kräutertees gemischt.